Meine Zeit in Irland

Mein Name ist Daniel und ich durfte im Rahmen meiner Ausbildung zum Industriekaufmann mit der Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen mein Auslandspraktikum im schönen Irland verbringen.

Vorfreude

Schon immer wollte ich einmal das Land der Schafe, Pubs und freundlichen Menschen bereisen. Nach erfolgter Zusage für einen Platz bei Würth Irland, ging es dann am 23.März auch schon los. Was wird mich dort erwarten? Ist die Arbeit bei Würth Irland mit der in Deutschland zu vergleichen? Gibt es Unterschiede zwischen deutschen und irischen Kunden? – All diese Fragen schwirrten mir auf dem Weg ins 3 Flugstunden entfernte Irland im Kopf herum. Schon bald erhielt ich auf all diese Fragen eine Antwort.

Würth Irland

Der Arbeitsalltag bei Würth Irland in der Zentrale in Limerick begann um 9.00 Uhr morgens und endete um 17 Uhr abends. Während meiner Zeit dort hatte ich die Möglichkeit die meisten der ca.110 Mitarbeiter (inklusive der Verkäufer) dort kennen zu lernen. Dies war aber auch nicht schwer, wenn man sich einmal meinen perfekt durchstrukturierten Plan, den ich erhalten hatte, anschaute. In den ersten drei Wochen hatte ich Mitreisen mit verschiedenen Verkäufern aus verschieden Regionen, wo ich in Limerick, Cork, Dublin und Belfast unterwegs war. In Woche 4 machte ich einen Durchlauf durch alle Abteilungen in der Zentrale. Die restlichen 4 Wochen erhielt ich marketingspezifische Projekte, die ich zusammen mit dem Zuständigen für die Niederlassungen dort erarbeitete. Der Plan war perfekt, um mir innerhalb von 2 Monaten den perfekten Überblick über die Arbeitsweise der Ländergesellschaft zu verschaffen. Dabei erhielt ich zudem Einblicke in die Wirtschaft und die Mentalität.

Andere Stellenwerte

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass das Leben der Iren sich von dem der Deutschen nicht unterscheidet. Wenn man jedoch wie ich eine längere Zeit dort verbrachte und den direkten Vergleich hat, so wird einem schnell bewusst, dass das irische Leben eine andere Art von Leben ist. Angefangen bei den Arbeitszeiten, die so ziemlich in jedem Unternehmen von 09.00 Uhr – 17 Uhr sind und aufgehört bei den unzähligen Pubs, die es selbst im kleinsten Dorf zu finden gibt – recht schnell wird einem bewusst, dass bei den Iren nicht das Arbeiten, sondern das Leben im Vordergrund steht. So kommt es auch, dass die Iren viel Zeit mit ihren Familien verbringen und abends schon fast traditionell ins Pub um die Ecke gehen, um dort mit Freunden und einem Glas Guiness anzustoßen.

Wochenendtrips

Um so viel wie möglich von Irland zu sehen, habe ich fast jedes Wochenende Ausflüge in verschiedene Regionen und Städte des Landes geplant. Neben den größten Städten Dublin, Belfast, Limerick und Cork habe ich viele Ausflüge entlang der Küste gemacht. Dabei sah ich unter anderem die Halbinsel Dingle im Süden des Landes und habe die Achill Islands im Westen mit seiner atemberaubenden Landschaft besucht. Egal welchen Fleck ich dort besuchte, die Leute waren durchweg freundlich und zuvorkommend.

Resume

Ich für meinen Teil, bin froh, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen. Nicht nur das wunderschöne Land mit seiner abwechslungsreichen Landschaft und der beeindruckenden Küste, sondern auch die Menschen mit ihrer sehr freundlichen und lebensfrohen Art, habe ich ins Herz geschlossen. Arbeitstechnisch erhielt ich spannende Einblicke in eine Ländergesellschaft, die viel kleiner als das Mutterunternehmen in Deutschland ist und trotz schwerer Wirtschaftslage zusammen anpackt, um einen Weg durch die Krise zu finden. Mein Englisch hat sich durch das kontinuierliche Sprechen deutlich verbessert und vor allem das Verständnis für internationale Abläufe in unserem Unternehmen hat sich verstärkt.