Mein Auslandspraktikum – Erste Eindrücke aus Belgien

Im Rahmen meiner Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel mit der Zusatzqualifikation „Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen“  absolviere ich momentan ein zweimonatiges Praktikum in Belgien. Dadurch erhoffe ich mir vielseitige Einblicke in unsere Auslandsgesellschaft, sowie in Land und Kultur.

Belgien – Ein anderes Land

Erste Unterschiede bemerkt man bereits bei der Anreise. Je mehr man sich Belgien nähert, desto flacher wird die Landschaft. Auch die Verkehrsführung wird nicht unbedingt übersichtlicher. An einigen belgischen Kreuzungen fragt man sich trotz Ampeln schon genauer, wer denn jetzt Vorfahrt hat. Auch die Regelungen zur Parksituation sind nicht so übersichtlich. Die Erfahrung aus Deutschland, dass alles einwandfrei ausgeschildert ist, trifft hier nicht zu. Da die Erklärung dann, wenn vorhanden, natürlich auf Flämisch ist, versteht man diese anfangs auch nicht. Somit habe ich es gleich zu Beginn meines Aufenthaltes geschafft, ein saftiges Bußgeld für Falschparken einzuheimsen. Eine weitere Lektion: Strafzettel in Belgien sind deutlich schärfer als in Deutschland! 😉

Auch am Arbeitsplatz macht man schnell eine äußerst verwirrende Erfahrung, denn die Computer-Tastatur ist gegenüber der Deutschen stark verändert. Dies sorgt anfangs für eine gewisse Verzweiflung und ein sehr langsames Schreibtempo. Doch wie bei allem, gewöhnt man sich auch an diese Umstellung.

Würth Belux in Turnhout

Das Headquarter von Würth Belgien befindet sich in Turnhout, einer mittelgroßen Stadt in der Region Flandern. Das Firmengebäude ist sehr ansprechend modern, und beheimatet eine der Würth-Kunstdependancen. Doch auch Turnhout selbst hat neben einer großen Einkaufszone einige sehr schöne Ecken. Hier bin ich wirklich positiv überrascht, hatte ich doch eher ein „kleines Städtchen“ erwartet.

Während meines zweimonatigen Praktikums werde ich intensiv die Implementation von Systemen begleiten. Auf diese Aufgabe freue ich mich sehr, da ich es äußerst interessant finde, in Deutschland gut etablierte Systeme bei der Markteinführung unterstützen zu können.

Land & Kultur

Doch selbstverständlich freue ich mich ebenso darauf, Land und Leute kennen zu lernen. Sicher wird es dazu einige Möglichkeiten nach Feierabend und an den Wochenenden geben. Die ersten „Insider-Tipps“ habe ich erhalten! Vergangenes Wochenende habe ich bereits genutzt um mir sowohl Antwerpen als auch Den Haag anzusehen. Insbesondere letztere Stadt hat mir mit ihrem großen Sandstrand sehr gut gefallen (viele holländische Städte sind für mich aufgrund der Nähe zur Grenze gut erreichbar).

Nachdem ich die ersten Tage in einem Hotel untergebracht war, wohne ich mittlerweile in einer Firmenwohnung im Stadtzentrum von Turnhout. Dies ist natürlich deutlich angenehmer und erleichtert die Eingewöhnung, da es einfach schwer ist, sich in einem Hotel wie zu Hause zu fühlen.

Ich bin der Adolf Würth GmbH & Co. KG für diese Aufgabe sehr dankbar und freue mich unheimlich auf meinen weiteren Aufenthalt in Belgien!