HORIZONTERWEITERUNG IN BELGIEN

Meine Horizonterweiterung in Belgien
Ich bin Marissa und mache eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel mit der Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen. Momentan befinde ich mich im Rahmen meines Auslandspraktikums in der belgischen Stadt Turnhout und unterstütze die Kollegen der Gesellschaft Würth Belux.

Vorfreude
Drei Wochen vor Beginn der schulfreien Zeit stand endlich fest, wohin mich die Reise führen sollte. Das Ziel: Belgien. Dieses stellte für mich tatsächlich eine Horizonterweiterung in vielerlei Hinsicht dar. Ich wusste zunächst in keiner Weise, was mich erwarten würde, da ich mich eigentlich nie mit diesem Land beschäftigt hatte. Nach anfänglicher Skepsis stieg die Vorfreude dann aber doch täglich.

Anfang April war es so weit und ich konnte endlich die Koffer packen und meine fünfstündige Reise mit dem Auto nach Turnhout antreten. Dieser beschauliche Ort in der Provinz Antwerpen in Flandern sollte nun also für die nächsten Wochen mein Zuhause sein.

Mein künftiger Mitbewohner erwartete mich bereits, um mir meinen Schlüssel zu geben und mir das im Stadtzentrum gelegene Apartment zu zeigen.

Würth Belux N.V.
Bei Würth Belux arbeiten etwas mehr als 500 Kollegen im Innen- und Außendienst. In diesem Jahr feiert die Gesellschaft ihr 50-jähriges Jubiläum. Das Gebäude entspricht voll der für die Würth-Gruppe typischen außergewöhnlichen und modernen Architektur und beherbergt eine der Kunstdependancen.

Der Arbeitsalltag hier beginnt zwischen 7 und 9 Uhr und endet zwischen 15 und 17 Uhr.

An meinem ersten Tag wurde ich durch die Leiterin der Marketingabteilung, welche hier für mich zuständig ist, und einen der Manager begrüßt und danach durch die gesamten Räumlichkeiten und das Lager, welches allerdings momentan abgebaut wird, geführt.

Die Kollegen hier sind sich der aktuellen, schwierigen Situation bewusst und arbeiten hart für bessere Zeiten und dennoch ist die Atmosphäre locker und lustig. Alle sind sehr freundlich und hilfsbereit und trotz der Sprachbarriere fühlt man sich zu keinem Zeitpunkt ausgeschlossen.

Im Wesentlichen bin ich hier, um verschiedene Aktivitäten rund um das Thema E-Business zu unterstützen und einen internen E-Business-Newsletter zu erstellen.

Es ist ein sehr spannendes und umfangreiches Thema, jedoch musste ich mich gleich zu Beginn mit Programmen und Arbeitsmitteln auseinandersetzen, die bis dato noch völlig fremd für mich waren. Die Computer-Tastatur beispielsweise sorgte am Anfang für eine gewisse Verzweiflung und ein sehr langsames Schreibtempo. Aber auch dieses Problem löste sich relativ schnell man gewöhnt sich schließlich an alles. Durch Meetings mit Kollegen, welche auch in das Projekt involviert sind, und intensive Recherche und Lektüre im Internet blieb am Ende dann kaum mehr eine Frage offen.

Es finden sich auch immer wieder schöne Parallelen zur gelebten Unternehmenskultur bei der AW KG. So wird auch hier auf die Gesundheit der Mitarbeiter viel Wert gelegt und ein eigenes „Fit mit Würth“-Programm wurde initiiert. Dieses heißt hier „Fit@Work“ und besteht bisher nur aus einem Läufer-Team, welches zweimal die Woche in der Mittagspause durch den nahe gelegenen Park joggt. Diesem schloss ich mich dann auch einige Male an, was dazu führte, dass ich mit einem kompletten Sportoutfit im Würth Design belohnt wurde.

Land und Leute
Turnhout ist ein kleines Städtchen mit etwas mehr Einwohnern als Schwäbisch Hall. Neben einer großen Einkaufszone gibt es auch hier einige schöne Ecken und Sehenswürdigkeiten.

Einige Klischees sind auch schnell erfüllt. In den Supermärkten findet sich eine große Auswahl an zig verschiedenen Biersorten, Pralinen und Schokolade werden in fast jedem zweiten Laden angeboten und beinahe an jeder Ecke befindet sich eine kleine Frituur. Diese „Pommes-Buden“ sehen von außen meist recht unscheinbar und für das deutsche Auge teilweise vielleicht auch etwas heruntergekommen aus und dennoch sind die Pommes frites hier wirklich überzeugend.

Nach vielen Empfehlungen, welche Städte und Orte ich unbedingt während meines Aufenthalts besuchen sollte, standen an den Wochenenden diverse Ausflüge auf dem Programm. Gleich zu Beginn nahm ich mir die für Kunst, Mode und Diamanten bekannte Stadt Antwerpen vor, von der sowohl Kollegen in Deutschland, als auch hier sehr schwärmten – meine Erwartungen wurden übertroffen. Und auch Brüssel ist eine sehr sehenswerte und interessante Stadt.

Fazit
Als vorläufiges Fazit kann ich sagen, dass die Belgier schon ein Völkchen für sich sind, aber sofern man offen auf sie zugeht, sind alle sehr nett und hilfsbereit. Ich freue mich auf das, was mir hier noch bevorsteht. Einige Städte gibt es noch zu erkunden und nicht zuletzt hoffe ich darauf, mein Projekt erfolgreich abschließen zu können, so dass die Kollegen von Würth Belux ihren Nutzen daraus ziehen können.