Berufserfahrene 17.03.2020

FRAUEN IM AUSSENDIENST – EINE RARITÄT

Mein Name ist Monique und ich bin 29 Jahre alt. Bei Würth eingestiegen bin ich vor 3 Jahren als Juniorverkäuferin – ein Weiterbildungsprogramm mit IHK-Abschluss. Seit August 2018 betreue ich mein eigenes Verkaufsgebiet in der Division KfZ.

Langweilig wird es nie!

Mein Gebiet erstreckt sich von Mannheim über Ludwigshafen, Frankenthal bis nach Speyer und Hockenheim. Mein Alltag im Außendienst ist eigentlich kein wirklicher Alltag, denn jeder Tag ist anders. Neue Projekte, die plötzlich beim Kunden auftauchen, eine Weiterbildung, die man wahrnimmt oder aber Messen in Würth Niederlassungen (sogenannte Powertage), bei denen man tatkräftig unterstützt: Langweilig wird es nie! Und wenn man will, kann man jeden Tag etwas Neues lernen. Denn Würth als Arbeitgeber eröffnet einem alle Möglichkeiten: So habe ich mich beispielsweise für eine Fortbildung zum Fachberater für Sicherheit (kurz: FaSi) beworben und starte demnächst mit dem ersten Lehrgang. Der FaSi ist ein Pilot-Projekt rund um das Thema Arbeitssicherheit. Besonders faszinierend finde ich hier, dass wir nicht nur auf unsere Produkte setzen um erfolgreich zu sein, sondern dass der Mensch und der Service dahinter immer im Mittelpunkt stehen. Ein Projekt mit viel Potenzial und Emotion, auf das ich mich wahnsinnig freue.

Warum so wenige Frauen im Aussendienst?

Bei meinem Start als Juniorverkäuferin ist mir bereits in der Einführungswoche in der Firmenzentrale Künzelsau eines aufgefallen: ich bin die einzige Frau. Als gelernte Sport- und Fitnesskauffrau komme ich ebenfalls aus einer männerdominierten Branche, daher war das für mich zunächst nichts Neues. Doch auch während meiner Laufzeit bei Würth sind mir nur wenige Frauen im Außendienst über den Weg gelaufen. Hier mal Eine in einer Weiterbildung, dort mal Eine in einem Seminar. Auch meine Führungskraft hebt oft als Einziger die Hand, wenn auf Konferenzen die Frage kommt „Wer hat eine Frau in seinem Team“?

Und nicht nur meine Kollegen sind überwiegend männlich: In meiner betreuten Branche KfZ trifft das auch auf 99 % meiner Ansprechpartner bei den Kunden zu. Das bringt Vorteile, aber auch Nachteile. So höre ich seltener ein „Nein“ wenn ich mich bei Neu- oder Nullkunden vorstellen möchte, werde aber auch nicht immer auf Anhieb ernst genommen, wenn es um fachspezifische Fragen geht.

Trotzdem stelle ich mir oft die Frage, warum es so wenige Frauen im Außendienst gibt. Ich kann nur sagen, dass ich mich in diesem Berufsfeld weder fehl am Platz fühle, noch habe ich das Gefühl mich beweisen zu müssen. Meine Kollegen und Kunden haben Respekt und begegnen mir auf Augenhöhe. Auch wenn am Anfang Viele gesagt haben, dass es schwer für mich wird: Wenn man so toll und vollkommen integriert wird wie ich, dann merkt man gar nicht mehr, dass man als Frau im Vertrieb eigentlich eine Rarität ist.

Also meine Damen: traut euch raus, es lohnt sich 🙂

 

Monique Forster, Verkäuferin im Außendienst