WIRTSCHAFTSINGENIEURWESEN: IM TECHNISCHEN STUDIENGANG BEI WÜRTH DURCHSTARTEN

MEIN STUDIENGANG: WIRTSCHAFTSINGENIEURWESEN

Hallo! Mein Name ist Lea und ich studiere im vierten Semester Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Maschinenbau. Durch das duale Studium wechsle ich im dreimonatigen Rhythmus zwischen der DHBW Stuttgart und der Würth Firmenzentrale. Der Wechsel zwischen Theorie und Praxis macht das Studium sehr kurzweilig. Außerdem kann ich die in der Theorie gelernten Inhalte in der Praxis direkt anwenden und vertiefen.

Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen ist sehr vielfältig. Neben Vorlesungen aus dem wirtschaftlichen Bereich (z. B. VWL, BWL, Projektmanagement) finden sich auch technische Themen (z. B. Werkstoffkunde, Konstruktionslehre, Elektrotechnik) wieder.

Ab dem kommenden Semester werde ich mein Studium in Richtung „Produkt- und Innovationsmanagement“ vertiefen.

MEINE ABTEILUNG: PRODUKT PROJEKTE TECHNIK

Meine Praxisphasen verbringe ich hauptsächlich im Produktmanagement. Dieses Praxissemester habe ich in der Abteilung „Produkt Projekte Technik“ verbracht, welche für die technischen Projekte des Produktmanagements zuständig ist. Somit stellt diese Abteilung die Schnittstelle zwischen dem Produktmanagement und der Qualitätssicherung dar.

Die Praxisphase des vierten Semesters ist mit fünf Monaten die längste, da für diese ein Auslandspraktikum vorgesehen ist. Für mich war ein achtwöchiger Aufenthalt in einem Prüflabor der Würth-Gruppe in Taiwan geplant. Leider wurde dieser kurz vorher aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt.

MEIN PROJEKT: ENTWICKLUNG EINER PRÜFVORRICHTUNG

Im Arbeitsalltag durfte ich eigenständig ein Projekt leiten, welches ich in einer 75-seitigen Projektarbeit dokumentiert habe. Meine Aufgabe war es, eine Prüfvorrichtung zur Biegewinkelprüfung der ASSY®-Holzschraube zu entwickeln. Die ASSY®-Schraube ist eine von Würth entwickelte Schraube, welche durch die Qualitätssicherung auf verschiedene Parameter, wie den Biegewinkel, untersucht wird. Da sich die Vorgaben zur Biegewinkelprüfung in der Zulassung verändert haben, musste eine neue Prüfvorrichtung entwickelt werden.

Bei der Entwicklung der Prüfvorrichtung griff ich auf einige der erlernten Inhalte aus der Theorie zurück. Für weitere Informationen habe ich Experteninterviews mit Kolleg*innen aus der Konstruktion und der Entwicklung sowie mit Lieferanten geführt. Zusätzlich habe ich viele Versuche in Form von Biegewinkelprüfungen durchgeführt. Um die Funktion der entwickelten Prüfvorrichtung zu prüfen, durfte ich einen 3D-Druck anfertigen lassen. Anhand des 3D-Modells konnte ich die neue Prüfvorrichtung in der Montagsbesprechung der Führungskräfte vorstellen.

Obwohl das Projekt sehr anspruchsvoll war, hat es viel Spaß gemacht daran zu arbeiten. Durch die alleinige Projektverantwortung konnte ich mich im selbstständigen Arbeiten üben.

MEINE CHANCE: WEITERBILDUNG BEI WÜRTH

Würth unterstützt mich als Arbeitgeber mit vielen Chancen zur Weiterbildung. Bereits seit der Einführungswoche darf ich an sämtlichen Seminaren teilnehmen. Durch den technischen Studiengang durfte ich einen sechswöchigen Grundlehrgang zur Metallbearbeitung belegen. Dort habe ich unter anderem eine Handsäge gebaut, wobei ich die Fertigungsverfahren Fräsen, Drehen, Bohren und Schmieden näher kennenlernte. Als nächstes bekomme ich die Chance, eine Fortbildung zur Ausbilderin und zur Qualitätsmanagerin zu machen.

Zur Weiterbildung tragen auch die vielfältigen Eindrücke innerhalb des dualen Studiums bei. In einer meiner Praxisphasen durfte ich in einer regionalen Verkaufsniederlassung tätig sein. Dort konnte ich mein Produktwissen erweitern und in direkten Kundenkontakt treten. Während dieser Zeit hat mir die Vorbereitung und Durchführung der sogenannten Powertage (Hausmesse in der Niederlassung) besonders viel Spaß gemacht.

Das duale Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen ist sowohl in der Praxis als auch in der Theorie sehr vielseitig und deshalb sehr kurzweilig! Die ersten zwei Jahre vergingen wie im Flug und ich bin gespannt, was das dritte und letzte Jahr noch für mich bereithält.

Lea Apfel, Duale Studentin Wirtschaftsingenieurwesen