AUSBILDUNG ZUM TECHNISCHEN SYSTEMPLANER – HIGHLIGHT MONTAGE

Hallo, ich heiße Daniel und mache die Ausbildung zum Technischen Systemplaner mit der Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik. Mittlerweile befinde ich mich im 2. Ausbildungsjahr und habe schon bei einigen Projekten mitwirken dürfen. Von meinen persönlichen Highlights darf ich euch nun erzählen.

Technische Zeichnungen, statische und physikalische Berechnungen

Wir technischen Systemplaner sind im Unternehmensbereich „Baustellen-Projektmanagement“ angesiedelt, der sich um die Betreuung großer Bauprojekte und Großbaustellen kümmert. Zu meinen Tätigkeiten gehört die Unterstützung der Techniker und Ingenieure bei der Projektarbeit. Mit Hilfe von CAD-Softwares wie AutoCAD oder Inventor erstelle ich technische Zeichnungen und Detaildarstellungen für Befestigungslösungen der technischen Gebäudeausrüstung (TGA), welche durch Grundpläne der Kunden entwickelt und den Wünschen entsprechend individuell angepasst werden. Statische und physikalische Berechnungen führe ich ebenfalls mithilfe unserer „Würth Technical Software“ durch, um die Sicherheit und Stabilität unserer Konstruktionen zu gewährleisten. Zu jeder Ausarbeitung gehört eine Stückliste, in der alle verwendeten Artikel aufgelistet sind, sodass die Projekte anschließend kaufmännisch bearbeitet werden können.

Blockunterricht an der Berufsschule

Die schulische Ausbildung findet in einwöchigen Blöcken statt, hierfür fahre ich alle 4 Wochen nach Heilbronn zur Wilhelm-Maybach-Schule. Die Lehrer unterrichten uns in Deutsch, Englisch, Wirtschaftskompetenz, Gemeinschaftskunde und Berufstheorie. Die meiste Zeit ist der Berufstheorie gewidmet, da das Unterrichtsfach breit aufgestellt ist. Themen wie die Werkstoffkunde, Normung, mathematische Berechnungen, Trenn- und Fügeverfahren in der Metallbearbeitung oder das Anfertigen technischer Zeichnungen von Hand gehören durchgehend zum festen Bestandteil. Außerdem konstruieren wir im BT-Labor am Rechner und dürfen uns im Werkstattunterricht in der Praxis ausprobieren.

Mein Highlight: Montage

Zu den besten Erlebnissen in meiner Ausbildung gehört die Mitreise mit unseren Monteuren vom Baustellen-Projektmanagement. Im vergangenen Sommer durfte ich einen Kollegen begleiten und mein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Wir fuhren gemeinsam auf die Baustelle und waren 3 Tage vor Ort im Einsatz. In einem Aquapark war unsere Aufgabe mehrere Schaltschränke von der Holzdecke abgehangen zu befestigen. Das Projekt habe ich im Vorfeld selbst bearbeitet, weshalb ich mich besonders darauf freute, die eigene Ausarbeitung umzusetzen. Nach unserer Ankunft besprachen wir die Montage und nahmen die Materiallieferung entgegen. Anschließend wurden uns die Stellen gezeigt, an denen wir unsere Konstruktion montieren sollten. Auf brückenähnlichen Holzkonstruktionen verliefen unterhalb der Gebäudedecke Lüftungskanäle. Wir mussten unsere Konstruktion über diesen Kanälen montieren. Die Brücke selbst war ungefähr 18 Meter hoch. Aus diesem Grund gehörte neben Sicherheitsschuhen und Helm auch der Fallschutz zu meiner persönlichen Schutzausrüstung.

Zunächst haben wir mit dem Aufmaß begonnen, da ich in der Planung leider nur ungenaue Maße erhalten habe. Im Anschluss sägten wir die C-Montageschienen zu und brachten das benötigte Material sowie unsere Werkzeuge zum Montageort. Natürlich verbauen wir nur die eigenen, hochwertigen Würth-Produkte und arbeiten mit unseren Werkzeugen, wie z. B. Schraubenschlüssel, aber auch Akku-Maschinen wie der Schlagschrauber oder der Winkelschleifer. Nach 3 Tagen Montage und erfolgreicher Abnahme durch den Auftraggeber machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Im Herbst hatte ich das Glück einen weiteren Montageeinsatz zu erleben. Diesmal dauerte die Umsetzung der Pläne sogar 2 Wochen. Der Auftrag war es, eine abgehangene Konstruktion unterhalb der Decke zu montieren, an welcher im Nachgang Rohrleitungen befestigt werden. Die Konstruktion besteht aus unterschiedlichen C-Montageschienen und sollte über die Strecke von ca. 16 Metern zwischen 2 Trägern gespannt werden. Da wir zwischen 7 und 9 Metern Höhe montieren mussten, waren 2 Scheren-Hubarbeitsbühnen notwendig. Das Material wurde unbearbeitet angeliefert, weshalb wir am Boden zusägen und vormontieren mussten. Je nach Arbeitsschritt arbeiteten wir einzeln oder gemeinsam. Ich stützte z. B. die 6 Meter lange horizontale Schiene mit meiner Arbeitsbühne ab, richtete sie nach der Wasserwaage aus und der Monteur befestigte diese Schiene über eine vertikale kleinere Schiene an einem Holzverbinder. Insgesamt 6 Konstruktionen haben wir verbaut.

Durch die Mitreisen erhielt ich ein besseres Gefühl für die Produkte, die ich im Alltag verplane. Diese Erfahrung brachte mich meinem Berufsziel ein Stück näher, da ich meine zukünftigen Zeichnungen den Bedürfnissen unserer Monteure und den Anforderungen auf der Baustelle besser anpassen kann. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass dies nicht mein letzter Einsatz auf der Baustelle war 🙂

Daniel Wagner, Auszubildender zum Technischen Systemplaner