Ausbildung zur technischen Produktdesignerin – Das Schulprojekt

Hallo, mein Name ist Laura Donat. Ich bin 20 Jahre alt und habe meine Ausbildung im September 2017 als Technische Produktdesignerin mit der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion begonnen. Das 1. Ausbildungsjahr ist nun vorbei und während dieser Zeit durfte ich viele Projekte sowohl im Unternehmen, als auch in der Schule durchführen.

Beruf

In meiner Ausbildung als Technische Produktdesignerin bin ich hauptsächlich in der Abteilung Produktentwicklung eingesetzt. Ich arbeite am Computer mit dem CAD-Programm, mit dem ich technische Zeichnungen und dreidimensionale Bauteile erstellen kann. Daher ist ein räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Interesse von Vorteil. Wenn man kreativ ist und sich für Technik interessiert, ist dieser Beruf genau das Richtige. Für mich ist es eines der tollen Erlebnisse, wenn ich etwas, das ich selbst gezeichnet habe später in den Händen halten kann.

Berufsschule

Meine Berufsschule ist die gewerbliche Schule in Künzelsau. Hier werden nicht nur Technische Produktdesigner ausgebildet, sondern auch Bäcker, Elektroniker bis hin zu Maschinen- und Anlagenführer. Ich besuche die Schule immer montags und alle zwei Wochen freitags. Montags werden die theoretischen Fächer unterrichtet, wie Deutsch, Wirtschaft, Englisch und Berufstheorie (BT). In dem Fach BT werden technische Freihandzeichnen erstellt oder gerechnet.

Freitags werden die praktischen Fächer unterrichtet. In BTL (Berufstheorie-Labor) zeichnen wir mit dem CAD-Programm und machen Übungen, um das Programm besser kennenzulernen. Durch das technische Gymnasium, in dem ich vor der Ausbildung war, hatte ich schon mit einem ähnlichen CAD-Programm Erfahrungen sammeln können. Daher fiel es mir leicht mit dem Programm zu arbeiten. Nach vier Schulstunden BTL besuchen wir den Werkstattunterricht (BTW). In diesem Fach machen wir oft Versuche oder sind für ein Projekt verantwortlich.

Schulprojekt

Das Schulprojekt im letzten Jahr hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die Vorgabe war gemeinsam in einer Gruppe eine Uhr zu zeichnen und zu fertigen, welche mit einem Verkehrsmittel zu tun hat. Ebenfalls sollte sie hauptsächlich aus Blech bestehen und zusätzlich eine Funktion beinhalten. In den ersten Wochen sammelten wir Ideen, skizzierten und planten unsere Uhr. Es sollte ein VW T1 Samba Bus sein, welcher ein Fach auf dem Dach trägt. Die Uhr wurde im Bus platziert und am Dach sollte ein Loch sein, aus dem der Laser der Uhr rausscheinen kann. Der Laser sollte dafür da sein, um die Uhrzeit an die Decke zu projizieren. Mit LED-Lampen sollten die Scheinwerfer, Blinklichter und Rücklichter leuchten. Alle Fenster wurden mit Plexiglas beklebt und die Seitentüren befestigten wir mit Scharnieren und einem Schloss. Dadurch war es möglich, dass man die Türen öffnen und im Inneren die Technik sehen kann.

Nach langem Zeichnen und Zusammenstellen am CAD-Programm fragten wir eine Blechbearbeitungsfirma an, die unsere Blechteile laserte. Nun konnten wir in der Werkstatt mit dem Biegen beginnen und die Fenster aus Plexiglas ausschneiden. Diese haben wir geschliffen und mit Sand gestrahlt. Ziel war, dass die Gläser milchig werden und man von außen die Technik nicht mehr erkennen kann. Dieser Schritt nahm einige Zeit in Anspruch. Danach sollten die Fenster in die Aussparung im Blech gedrückt werden. Jedoch waren alle Fenster etwas zu groß geraten. Aus diesem Grund klebten wir sie hinter die Aussparung.

Die Elektronik lötete ich zusammen. Allerding musste ich mir zuerst einmal einen Plan machen, wie die Schaltungen für die LED-Lampen aussehen sollten. Ob Reihenschaltung oder Parallelschaltung und welche Widerstände? Doch Dank der Unterstützung der Lehrer konnte ich auch diese Herausforderung meistern und lösen. Unsere Lehrer waren immer da, wenn Hilfe benötigt wurde. Am Ende funktionierten auch die Lichter und wir konnten sie an den Bus montieren.

Die Räder ließen wir bei Würth mit dem 3D-Drucker fertigen. Durch unsere Zeichnung am CAD-Programm kann man diese ganz einfach zum 3D-Drucker senden und drucken lassen. Gerade auch in der Produktentwicklung ist der 3D-Drucker sehr hilfreich, denn so können Prototypen gedruckt werden und sich im Vorfeld Produkte, die noch in der Entwicklung sind, anschauen. Am letzten Tag konnte jeder seinen Bus abkleben und lackieren. Nach ca. 6 Tagen reine Werkstattarbeit wurden wir mit unserem Meisterstück fertig. Es war anstengend und herausfordernd, aber es hat sich gelohnt! Jeder in unserer Gruppe war stolz auf sich, weil unser Projekt so gut gelungen war.

Wieder einmal kann ich etwas in den Händen halten, das ich selbst gezeichnet und konstruiert habe. 🙂

Autorin: Laura Donat, Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin

Ausbildungsberuf: BWL - Dienstleitungsmanagement (B. A.)

Herkunft: Heilbronn

Motto: Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schau nach vorn und nicht zurück! Tu was du willst, und steh dazu; denn dein Leben lebst nur du :)

Ich habe mich für Würth entschieden, weil ...: ich mich im Bewerbungsgespräch seit der ersten Minute wohlgefühlt habe.