Allgemein 01.04.2021

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“

Hallo, mein Name ist Verena. Die ersten Päckchen Schrauben habe ich im Jahr 2006 während meines Ferienjobs bei Würth in Gaisbach verpackt. Knapp 15 Jahre, eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und ein Studium später bin ich wieder für die Würth-Gruppe tätig. Warum Neues wagen nicht bedeutet, Altes aufzugeben erfahrt Ihr im heutigen Beitrag.

Sommerferien 2006

Drei Wochen Schrauben wiegen und verpacken.  Was an den ersten Feierabenden zu verfrühter Müdigkeit geführt hatte, steigerte sich spätestens in Euphorie, als ich meine 1. Lohnabrechnung in den Händen hielt. Die Faszination an der Arbeitswelt und das große Interesse an der Adolf Würth GmbH & Co. KG führten zur Absolvierung meiner Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel. Die einzelnen Abteilungen kennenzulernen, mitzuarbeiten und sich vielfältig in das Unternehmen einzubringen, fand ich unglaublich spannend. Was ich damals genauso spannend fand – Politik. Dass sich beide Wege nochmals kreuzen und mich Goethes Zitat einholen würde, hätte ich 2009 nach der erfolgreichen Beendigung meiner Ausbildung so nicht geglaubt.

Drei Jahre später, mit der Allgemeinen Hochschulreife in der Tasche, zog es mich zum Studium der Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen an die Universität Regensburg, später dann an die Hochschule für Politik in München. Aufgrund meiner Ausbildung war es mir wichtig, während meinem Studium stets zu arbeiten und mit der Wirtschaft in Verbindung zu bleiben. Stationen in PR-Agenturen, dem Deutschen Bundestag und im Deutschen Konsulat in Los Angeles sowie Unternehmensberatungen gaben mir die Möglichkeit, meinen Horizont zu erweitern und Erfahrungen zu sammeln.

Zurück zu Würth

Mir persönlich ist es sehr wichtig, mich mit Mitarbeitern, Produkten und Werten eines Unternehmens zu identifizieren. Umso natürlicher erschien der Weg zurück zu Würth, seither arbeite ich als Beraterin für Public Affairs im Würth Haus Berlin, der Hauptstadtrepräsentanz der Würth-Gruppe. Ich bin dort insbesondere für die Themen Außenwirtschaft, Handel und Digitales zuständig, neben täglichem Monitoring, bin ich zu diesen Themen in Arbeitskreisen von Verbänden tätig, beispielsweise beim BDI, und stehe im Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Würth-Gruppe und relevanten Entscheidungsträgern auf Bundesebene.

Denn der Austausch von Politik zu Wirtschaft und umgekehrt ist wichtig, so haben politische Entscheidungen stets Auswirkungen auf wirtschaftliches Handeln, bekannte Beispiele sind der Brexit oder das Lieferkettengesetz. Gleichzeitig führen wir im Würth Haus Berlin regelmäßig Veranstaltungen durch, die es ermöglichen, zu politischen und gesellschaftlich relevanten Themen in Austausch zu treten.

Neues wagen

Auch hier wird Neues gewagt – bedingt durch die Pandemie finden Arbeitskreise und Veranstaltungen längst digital statt und schaffen den interessanten Nebeneffekt, dass man sich vielseitiger vernetzten kann – und beispielsweise mit Entscheidungsträgern auf EU-Ebene in Austausch tritt. Aktuell sind meine Kollegin aus Brüssel und ich mit der Konzeption einer digitalen Veranstaltungsreihe zu politischen Diskussionen für Auszubildende, Praktikanten und Trainees beschäftigt. Um so für zukunftsfähige Themen zu sensibilisieren, Debattenkultur zu fördern und Einblicke in unseren Arbeitsalltag zu geben.

Verena Rau, Würth Repräsentanz Berlin