Allgemein 20.07.2020

Meine Erfahrungen als Trainee im Nachhaltigkeitsmanagement

Ich heiße Dennis, bin 29 Jahre alt und seit Oktober als Innendienst-Trainee in der Zentrale in Künzelsau-Gaisbach Teil des Teams Nachhaltigkeit & Entsorgung innerhalb der Abteilung Qualitätsmanagement.

Aufgewachsen bin ich in Brandenburg und habe nach dem Abitur Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Dresden studiert. Die interdisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs ermöglichte mir einen Einblick in vielfältige Themengebiete aus Technik und Wirtschaft. Letztendlich entschied ich mich für die Vertiefungsrichtungen Produktionstechnik und Umweltmanagement. In meiner Diplomarbeit konnte ich dieses Wissen dann erstmals bei einem großen deutschen Automobilunternehmen praktisch anwenden. Nachdem ich im Anschluss an mein Studium zunächst für fast zwei Jahre die Welt bereist hatte, stand ich im letzten Sommer vor der Entscheidung über meine berufliche Zukunft.

Ein Trainee-Programm erschien mir als der ideale Einstieg in die Unternehmenspraxis. Die Möglichkeit bei einem international erfolgreichen Familienunternehmen wie Würth und dann auch noch in meinem Wunschbereich Nachhaltigkeit zu arbeiten, machte mir die Entscheidung leicht. Nach beinahe zehn Monaten bin ich sowohl im Unternehmen als auch in meiner neuen Heimat Schwäbisch Hall angekommen und immer noch sehr glücklich über meine Entscheidung.

Erste Einblicke ins Unternehmen

Am Trainee-Programm bei Würth gefällt mir besonders, dass beginnend mit dem ersten Arbeitstag ein persönliches Netzwerk im Unternehmen aufgebaut wird. Hierzu zählt nicht zuletzt der regelmäßige Austausch mit meinen Trainee-Kollegen – sei es beim Mittagessen im Betriebsrestaurant, gemeinsamen Veranstaltungen wie Workshops, Seminaren und Gesprächsrunden mit der Geschäftsleitung oder abends privat beim After Work. Seit Anfang Juli bearbeiten wir zudem miteinander zwei Gruppenprojekte, wodurch auch auf fachlicher Ebene ein intensiver Austausch stattfindet.

In den ersten Monaten konnte ich das Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen. Neben zahlreichen Abteilungsdurchläufen zählten die einwöchige Außendienstmitreise, die Mitarbeit in der Niederlassung Freiburg-Haid und in der Logistik sowie zahlreiche Besuche bei externen Dienstleistern – u.a. in Europas größtem Recyclingzentrum – zu den bisherigen Höhenpunkten des Programms.

Aus jeder dieser Stationen konnte ich wertvolle Erfahrungen mitnehmen und das Kerngeschäft des Unternehmens nicht nur verstehen, sondern aktiv erleben. Auch der enge und persönliche Austausch mit meiner Mentorin hat zum erfolgreichen Einstieg bei Würth beigetragen.

Verantwortung ab dem ersten Tag

In meinem Zielbereich Nachhaltigkeit und Entsorgung durfte ich direkt Verantwortung für ein eigenes Projekt übernehmen. Ziel war es – dem neuen Verpackungsgesetz entsprechend – die durch Würth in Umlauf gebrachten Verpackungen nach Materialart und –masse aufzuschlüsseln; bei über 200.000 unterschiedlichen Artikeln, die Würth pro Jahr verkauft, eine echte Herausforderung.

Zusammen mit der Würth IT sowie Kollegen aus den Abteilungen Logistik, Kunden-, Gefahrstoff- und Produktmanagement wurde eine automatisierte Auswertung geschaffen, die alle relevanten Informationen zur Verpackungsentsorgung auf Knopfdruck bereitstellt. Wusstet Ihr etwa, dass Würth im Jahr 2019 fast 11.000 t Verpackungsmaterial in Umlauf gebracht hat? Diese Erkenntnis hilft uns dabei, die Wirksamkeit künftiger Verpackungsumstellungen nachzuvollziehen und gezielt Nachhaltigkeitsmaßnahmen anzustoßen.

Die ermittelten Informationen sowie die dahinterliegenden Prozesse müssen von einem unabhängigen Gutachter verifiziert werden, sodass ich die erfolgreiche Umsetzung meines Projekts nicht nur vor der Geschäftsleitung, sondern auch im Rahmen eines eintägigen Audits vorstellen durfte.

Bei der Einarbeitung in dieses mir bis vor Kurzem noch völlig unbekannte Fachgebiet waren die in den Abteilungsdurchläufen geknüpften Kontakte von unschätzbarem Wert. Sofort passende Ansprechpartner*innen zu einem Thema parat zu haben und ein ganzheitliches Verständnis der Zusammenhänge im Unternehmen werden mir auch bei zukünftigen Projekten zugutekommen.

Täglich neue Herausforderungen

Mittlerweile erstrecken sich meine Aufgaben von der Erarbeitung innovativer Verpackungslösungen, über die Verbesserung der Stammdatenpflege bis hin zur operativen Abwicklung der Niederlassungsentsorgung. Bei über 500 Niederlassungen deutschlandweit und mehreren tausend unterschiedlich verpackten Produkten gibt es hier reichlich zu tun. Die Arbeit bietet mir somit nicht nur die Möglichkeit, die im Studium erworbenen Kenntnisse praktisch anzuwenden, sondern erfordert täglich, sich gänzlich neuen Herausforderungen zu stellen.

Parallel zur Betreuung meines Spezialgebiets unterstütze ich meine Kolleg*innen im Arbeitsalltag. Der Bereich Nachhaltigkeit und Entsorgung ist eine bunte Mischung aus strategischer und projektbasierter Arbeit sowie ad-hoc Bearbeitung von z.B. Kundenanfragen.

Eines unserer übergeordneten Ziele ist es, Kreisläufe zu schließen und somit die negativen Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit, trotz steigender Umsätze, möglichst gering zu halten. Weitere Projekte unserer Abteilung befassen sich mit Transparenz in der Wertschöpfungskette, der Einführung kreislauffähiger Produkte und nachhaltigem Bauen. Mehr über unsere bisherigen Erfolge und künftige Projekte erfahrt Ihr in unserem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht.

Nicht nur fachlich habe ich meinen Platz bei Würth also gefunden, auch mein Team hat mich ganz herzlich aufgenommen. Die einzigartige Unternehmenskultur ist hier tagtäglich erlebbar, sodass ich mich bei Würth rundum wohl fühle.

Was die Zukunft bereithält

Meiner jetzigen Abteilung bleibe ich über den Abschluss des Trainee-Programms im Oktober hinaus treu. Die Vielfalt meiner Aufgaben garantiert, dass es mir auch zukünftig nicht langweilig werden wird. Ich freue mich darauf, die weitere Entwicklung im Bereich Nachhaltigkeit und Entsorgung bei Würth gemeinsam mit meinen Kolleg*innen aktiv zu gestalten.

Dennis Göthlich, Trainee Nachhaltigkeitsmanagement