Allgemein 18.04.2012

Leben in Stuttgart- Arbeiten in Künzelsau? Es funktioniert!

Ich bekam also meine Zusage und zögerte nicht. Für mich stand fest:” ich will Teil dieses Unternehmens werden.”

September 2011- endlich war es nun so weit. Ich hatte bereits ein nettes WG-Zimmer in der Künzelsauer Fußgängerzone ergattert. Weil ich die Stadt und das Shoppen liebe, war diese Lage ein optimaler Kompromiss für mich. Das Kino gegenüber, diverse Bäcker, einige nette Cafés, ein Drogeriemarkt und wenigstens 3 kleine Boutiquen.

Allerdings waren um 18:30 sämtliche Schotten dicht. Zunächst war es schon eine Umstellung für mich. Aber ich machte das Beste daraus. Jeden Dienstag besuchte ich das niedliche, kleine Kino gegenüber, in das ich mich ein wenig verliebt hatte, oder ging im „Tollkün“ ein paar Bahnen ziehen.

Es war alles nett und prinzipiell wäre nichts zu bemängeln gewesen. Dennoch spürte ich eine zunehmende Leere, obwohl ich nie allein war. Mir fehlte irgendetwas. Anfangs versuchte ich dieses Gefühl zu unterdrücken und zu verdrängen. Heute stehe ich dazu, dass ich eben ein Stadtkind bin und mich nur im Trubel mit Citylights richtig wohl fühle.

Deshalb habe ich meine Sachen gepackt und bin zurück nach Stuttgart gezogen. Weil

meine Berufsschule sich ebenfalls hier befindet, rentiert dies sich sogar nicht wenig.

Obwohl ich nun jeden Tag fast 2 Stunden mit meinem alten Polo, der nur 45PS hat, auf der Autobahn unterwegs bin, bin ich mit dieser Entscheidung sehr glücklich und bereue sie keineswegs. Weil ich sogar eine Stuttgarter Kollegin gefunden habe, mit der ich eine Fahrgemeinschaft gegründet habe, spare ich nun sogar einiges an Geld.

 

Vor allem aber bin ich nun wieder viel motivierter und leistungseffizienter im Job unterwegs. Und das ist die Hauptsache, weil ich immer 200% geben möchte und das geht eben nur, wenn ich glücklich und zufrieden bin.