Allgemein 25.11.2020

Frischer Wind aus Frankreich: Von Paris nach Gaisbach

Hallo, mein Name ist Louis, ich bin 21 Jahre alt und komme aus Paris (Frankreich). Ich studiere derzeit „Internationales Logistik-Management“ am Deutsch-Französischen Hochschul-Institut (DFHI). Hierbei handelt es sich um einen bilingualen Studiengang, der abwechselnd an der Universität Lothringens in Metz und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes in Saarbrücken stattfindet.

Aufgrund der Gesundheitskrise wurde mein Praktikum zunächst verschoben, aber ich wollte darauf nicht verzichten und ich bin sehr froh, dass ich im Juli 2020 in das Unternehmen einsteigen konnte. Aktuell absolviere ich ein 6-monatiges Praktikum bei Würth am Standort Künzelsau-Gaisbach im Bereich Transportmanagement. Im Oktober habe ich angefangen, meine Bachelorarbeit zum Thema „Erstellung und Pflege einer Balanced Scorecard für die Belieferung der Würth Auslandsgesellschaften“ zu schreiben.

Warum hast du dich entschieden deine Bachelorarbeit bei Würth zu schreiben?

Für mein Abschlusspraktikum wollte ich vor allem für 6 Monate in ein großes deutsches Unternehmen einsteigen, um Erfahrungen zu sammeln und meine Sprachkenntnisse zu vertiefen. Meine Bachelorarbeit in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen schreiben zu können, war mein Hauptkriterium, als ich nach einem Praktikum gesucht habe. Würth hat mir diese Möglichkeit angeboten, sodass ich nicht gezögert habe. Das ist eine Win-Win-Situation für mich und für Würth. Ich habe die Möglichkeit bekommen an einem realen Unternehmensproblem zu arbeiten. Ich kann in einem abwechslungsreichen Umfeld arbeiten, treffe qualifizierte Ansprechpartner und habe Zugang zu vielen nützlichen Daten für meine Bachelorarbeit. Das alles hätte ich nicht unbedingt gehabt, wenn ich mich dafür entschieden hätte, meine Bachelorarbeit theoretisch und nicht im Unternehmen zu schreiben.

Wie anstrengend waren die ersten Wochen für dich? War es schwer sich an den neuen Alltag zu gewöhnen?

Die ersten Wochen waren wegen des Coronavirus etwas ungewöhnlich. Nachdem ich fast 5 Monate Zwangsurlaub in Frankreich verbracht habe, musste ich in einer völlig neuen Umgebung anfangen zu arbeiten. Eine Reihe von Abläufen und Regeln wurden geändert. Das Tragen einer Maske erschwert zum Beispiel die Kommunikation. Aber ich habe mich schnell an meinen neuen Alltag gewöhnt. Ich wurde von allen sehr gut aufgenommen und bin jetzt vollständig in das Unternehmen integriert.

Womit hast du überhaupt nicht gerechnet, was hat dich überrascht?

Als Teil eines so großen Unternehmens und seines Hauptsitzes erwartete ich eine völlig andere Atmosphäre. Letztlich ist die Hierarchie ziemlich flach und bis auf wenige Ausnahmen werden alle mit Vornamen angesprochen. Dies trägt dazu bei, die Distanz zwischen den Mitarbeitern zu brechen und fördert auch das Gefühl der Integration.

Was war dein erster Eindruck hier in Gaisbach und hat sich dieser bestätigt?

Ich war beeindruckt von der Größe des Firmenstandorts. Am Anfang viel es mir schwer, mich in den Gebäuden zurechtzufinden. Ich habe mich ein paar Mal verlaufen, aber es war immer jemand da, der mir den Weg gezeigt hat.  Die Stadt Künzelsau, wo ich wohne, erschien mir sehr klein. Es ist eine kleine, ruhige und sehr hübsche Stadt. Obwohl es aktuell aufgrund von Corona kaum Möglichkeiten für Unternehmungen gibt, bin ich sehr froh dort zu leben.

Hast du schon ein Lieblingsessen in unserem Betriebsrestaurant?

Das Angebot an Essen ist sehr vielfältig und mit der Kantine bin ich zufrieden. Ich muss zugeben, dass ich eine Schwäche für Schnitzel habe. Die Schnitzel schmecken hier einfach am besten. 🙂

Louis Michel, Bachelorand Transportmanagement