Vorgestellt 17.04.2017

Themenreihe E-Business: Interview mit Max Bremer

„Jung, bunt und dynamisch ist das E-Business Team, dass wir hier in Zukunft aufbauen wollen und Würth-Nachwuchs ist für dieses Zukunftsbild unabkömmlich“

Das E-Business mittlerweile kein Trend mehr ist, sondern in Zukunft ein fester Teil des Beschaffungsmanagements unserer Kunden sein wird, dürfte für keinen mehr eine Überraschung sein. Genauso wenig, dass auch immer mehr Wettbewerber im Online-Vertrieb ihre Chance versuchen. Der Markt ist im Wandel und auch hier in der Zentrale in Künzelsau stellt man sich diesen Herausforderungen und Chancen. So soll in den nächsten Jahren das Thema E-Business verstärkt im Fokus stehen und Arbeitsplätze in dem Bereich geschaffen werden. Was genau die Herausforderungen bei diesem Wandel sind und wie man diese Stellen zu besetzen plant, wollte ich von Max Bremer wissen.

Max Bremer hat ein duales Studium mit Würth an der Dualen Hochschule in Mosbach abgeschlossen und ist somit seit 2012 in der Firma tätig. Doch wie genau verläuft der Weg in das Team E-Business Integration International? „Seit meiner zweiten Abteilung, damals noch Internet genannt, könnte man von einem gradlinigen Verlauf in Richtung E-Business sprechen. Meine Projektarbeit schrieb ich in dem Bereich, durfte im Key Account Management beim eProcurement unterstützen und in der Konzernkommunikation etwas über den Einsatz von Social Media lernen. Zum Abschluss meines Studiums hat sich für mich die Möglichkeit ergeben, im neu-gegründeten E-Business Team einzusteigen. Diese Chance habe ich genutzt, um jetzt gemeinsam mit den Kollegen E-Business voranzubringen“, so Max Bremer.

Doch was sind für Würth die größten Herausforderungen? Wie schafft man es, die Kunden für eine neue Art des Einkaufs zu begeistern und dabei trotzdem den eigenen Prinzipien und Erfolgsgeheimnissen treu zu bleiben? Es gelte, den E-Business Vertrieb als „neuen“ Kanal in bestehende Kundenkontaktpunkte mit einzubinden. Man müsse „den Würfel leben“, also die Möglichkeiten des Mehrkanalvertriebs nutzen. Diese Herausforderung sei aber gleichzeitig die größte Chance: „Wir sind nah dran und haben die Produkt-, Service- und Systemkompetenz“, so Max Bremer. Daher bleibe mit Hintergrund „Nah. Näher. Würth!“ der Verkäufer auch in Zukunft der Mittelpunkt des Vertriebssystems. Eine weitere Herausforderung sei es, die Wahrnehmung des Kunden zu verändern, denn oft verbinde der Kunde mit Würth noch in erster Linie den „Schraubenhändler mit dem Außendienstler“. Es sei essentiell, das gesamte Wissen, dass sich in der Firma in Form von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sammelt, zu bündeln. So würde eine Plattform entstehen, die nicht nur den entscheidenden Wettbewerbsvorteil liefert, sondern auch dem Kunden ein komplett neues Serviceerlebnis bietet.

Also: Wir wollen den Online Vertrieb in bestehende Strukturen noch weiter einbauen, die Wahrnehmung des Kunden verändern und unser Wissen in einer marktverändernden Plattform bündeln. Damit dies gelingt, sollen aber noch 40 Stellen in den nächsten 2 Jahren im E-Business besetzt werden. Was sich für mich sehr ambitioniert anhört, ist für Max Bremer ein nächster Schritt. Die personellen Veränderungen seien ein essentieller Schlüssel, um alle genannten Herausforderungen zu meistern. Ein gewisser Pioniergeist, die Lust Veränderung zu bewirken und Neues aufzubauen seien gefragt. Natürlich wird auch in diesem neuen Team der einmalige WürthSpirit gelebt und die entsprechenden Fachkompetenzen und Leistungen gefordert“. Auch wenn besonders jetzt, im ersten Jahr, auf Knowhow gesetzt werde, solle dem „Würth-Nachwuchs“ in Zukunft eine entscheidende Rolle zukommen: „Jung, bunt und dynamisch ist das E-Business Team, dass wir hier in Zukunft aufbauen wollen und Würth-Nachwuchs ist für dieses Zukunftsbild unabkömmlich“. Die Auszubildenden seien aufgrund des Durchlaufs durch verschiedene Abteilungen meist sehr gut vernetzt und können so besonders im Punkt Integration das Team voranbringen.

Trotzdem sei es eine Herausforderung, in dieser Zeit 40 Stellen zu besetzen: „Um die Abteilung und das Team auf genügend Knowhow aufzubauen, suchen wir auch nach bereits erfahrenen Leuten im E-Business. Doch hier konkurriert Würth mit E-Business Riesen wie Amazon und Zalando.“ Trotzdem sei dies kein Grund zum Pessimismus: „Im E-Business haben wir die Chance mit Würth zusammen, in neue Bereiche vorzudringen und zukunftsgerichtet auf der grünen Wiese zu beginnen. Denn wir sollen gestalten und wir sollen neue Wege bauen. Das ist mit der Position, die Würth im Markt bereits hat, ein unglaublicher Vorteil und sollte somit nicht nur externe Bewerber, sondern besonders unseren internen Nachwuchs wie mich selbst, motivieren“.

 

Autor: Benedikt Becker, Duales Studium: International Business