Mein Sozialpraktikum in Israel 2017

Schalom!
Wir, die drei DH-Studentinnen, Julia, Lara und Jasmin, durften ein Teil der Gruppe sein, die dieses Jahr zwei Wochen in Israel verbringen durfte. Diese Möglichkeit wurde uns durch die Kooperation von Würth mit der Organisation Aktion-Sühnezeichen Friedensdienste, die sich mit der Aufarbeitung des Holocausts beschäftigt, gegeben. Es stellt uns vor eine Herausforderung die vielen Eindrücke und Begegnungen in wenigen Worten zusammenzufassen. Aber in der Kürze liegt ja bekanntlich die Würze!

 

Reise in die Vergangenheit

Der Beginn unserer Reise war das Yad Vashem, welches die Geschichte des Nationalsozialismus aus jüdischer Sicht erzählt. Jedem Opfer eine Identität zurückzugeben und ihm gleichzeitig ein Denkmal zu setzen, ist die Mission des Yad Vashem, was übersetzt „Name & Denkmal“ bedeutet.
Es war für uns ein besonders bedrückendes Gefühl, als deutsche Reisegruppe zusammen mit Juden in diesem Museum zu stehen und diesen Part der Geschichte Revue passieren zu lassen.
Am nächsten Tag haben wir Würth Israel besucht. Dort wurden wir auf die „israelische“ Art begrüßt und konnten uns mit der sehr offenen Mentalität vertraut machen. Deutlich spürbar war, dass die uns vertrauten Würth-Werte auch dort gelebt werden, was zum Wohlfühlen beigetragen hat.
Es folgten Besuche in Bethlehem, Tel Aviv, Jerusalem, Massada und dem Toten Meer.

Helfen mit Herz

Sonntags ging es für uns das erste Mal in unsere verschiedenen Sozialprojekte. Es fällt ein breites Spektrum unter den Begriff „Sozialprojekt“, einige von uns verbrachten das Sozialpraktikum in Gedenkstätten, wie z.B dem Yad Vashem oder dem Leo Beck Institut, und haben sich dort hauptsächlich mit Archivarbeit beschäftigt. Andere wiederum sind in ein Elternheim, einen Kindergarten oder in eine Schule für Kinder mit Behinderung gegangen und haben dort an allen Stellen unterstützt, wo Hilfe nötig war. Dabei war die Sprachbarriere eine kleinere Hürde als angenommen. Denn die Sprache des Herzens versteht jeder Mensch, egal an welchem Ort dieser Welt. Guter Wille gemischt mit, manchmal wilder, Gestik haben die Kommunikation lebendig werden lassen.

Jeden Abend beim gemeinsamen Abendessen haben wir unseren Einsatztag Revue passieren lassen und haben uns gegenseitig von unseren vielen Eindrücken und Erlebnissen an diesem Tag erzählt. Egal wer von seinem Projekt erzählt hat, wir wurden immer in einen Bann der Neugier und Spannung gezogen. Wir alle sind in unseren Projekten persönlich gereift und der ein oder andere ist auch auf seine eigene Art und Weise an seine Grenzen oder sogar darüber hinausgegangen.
Erfahrungen, die Spuren hinterlassen haben, waren vor allem die Gespräche mit Holocaust-Überlebenden, mit einer israelischen Mutter, die durch einen Anschlag der Palästinenser ihren Sohn verloren hat und auch das Gespräch mit Gabriel Bach, dem stellvertretenden Ankläger im Eichmann-Prozess. Außerdem haben uns drei junge Menschen, die den Weltreligionen Christentum, Islam und Judentum angehören, ihre Sicht des Zusammenlebens in Jerusalem in einer Gesprächsrunde näher gebracht. 

Den Horizont erweitern

Was die Reise für uns so besonders gemacht hat war, dass wir nicht einfach ein Land bereist haben, sondern wir sind eingetaucht in eine andere Kultur und waren jeden Tag auf den Spuren der Geschichte und zwar mittendrin anstatt nur dabei. Wir konnten uns ein eigenes Bild von der Situation vor Ort machen, das sich unterscheidet von dem, was in den Nachrichten vermittelt wird. Auch als Gruppe haben wir uns besser kennengelernt und sind ein weiteres Stück näher zusammengewachsen.
Wir schauen, mit viel Dankbarkeit diese Möglichkeit bekommen zu haben, auf diese zwei Wochen in Israel zurück und empfehlen jedem diese Chance zu ergreifen und versprechen eine unvergessliche Zeit!

 

Autor: Julia Faldetta, Duale Studentin: International Business

Ausbildungsberuf: BWL - International Business (B. A.)

Herkunft: Saarbrücken, Saarland

Motto: Dream as if you’ll live forever. Live as if you’ll die today.

Ich habe mich für Würth entschieden, weil ...: mir die Philosophie eines fordernden aber vor allem auch fördernden Familienunternehmen sehr zugesagt hat und ich hier die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung und Entfaltung sehe.