Studieren in Schweden

Hej Hej från Sverige,

Mein Name ist Sofie Müller, ich bin 22 Jahre alt und studiere im 4. Semester International Business mit der Vertiefungsrichtung Change Management. Wie viele andere DH-Studenten verbringe ich momentan mein 4. Theoriesemester nicht an der DHWB, sondern an einer der Partneruniversitäten im Ausland. Ich habe ich mich für ein Auslandssemester an der University West in Schweden entschieden. Hier ist jeder Tag sehr abwechslungsreich und es gibt viel zu erleben. 

 

Studieren an der Högskolan Väst (HV)

Die University West (Högskolan Väst) wird von ca. 12.000 Studenten besucht und liegt im Zentrum von Trollhättan. Die Umstellung auf das Studium hier in Schweden war zunächst eine echte Herausforderung, da das System und die Lernkultur anders sind als an der DHBW. blogbeitrag-bild-2 Hier besucht man pro Monat jeweils einen Kurs, an dessen Ende meist ein Examen oder eine andere Prüfungsleistung erbracht wird. Daneben gibt es viele Projekte und Assignments, die man während des Kurses eigenverantwortlich bearbeitet. Besonders aufgefallen ist mir bereits zu Beginn, dass der Umgang miteinander innerhalb der Universität ein völlig Anderer ist, als in Deutschland. So hat es erst einmal gedauert bis ich es gewohnt war, die Dozenten beim Vornamen anzusprechen. Die Offenheit und Vertrautheit, die dadurch entsteht, habe ich sehr zu schätzen gelernt, denn man kann bei Fragen oder Problemen wirklich Jeden ohne zu zögern ansprechen.

In Schweden ist der Begriff Work-Life-Balance von besonderer Bedeutung. So ist auch das Semester hier an der University West etwas anders strukturiert, als ich das von der DHWB gewohnt bin. Schon allein dadurch, dass das Semester 2 Monate länger geht, bleibt neben Vorlesungen, Klausurvorbereitungen und Projekten trotzdem noch Zeit für Freizeitaktivitäten. Hierfür bietet die Högskolan Väst viel Unterstützung, denn die Student Union (Studentenvereinigung) der Universität organisiert unter anderem Informationstage, eine Campus-Tour, Ausflüge, oder andere Veranstaltungen, wie z.B. Bowlingabende.

Dadurch wurde besonders uns internationalen Studenten der Einstieg in das Semester und das Einleben in Trollhättan sehr erleichtert.

 

Leben und Wohnen in Trollhättan

Trollhättan ist mit ca. 46.500 Einwohnern eine der größeren Städte Schwedens. Das mag zunächst merkwürdig klingen, da dies für deutsche Verhältnisse eher einer Kleinstadt entspricht. Da Schweden jedoch insgesamt nur knapp 10 Millionen Einwohner und eine sehr große Landesfläche hat, sind die Größenverhältnisse hier etwas anders verteilt.

Doch auch wenn die Größe der Stadt überschaubar ist, gibt es hier alles, was man zum Leben braucht. In der Haupteinkaufsstraße findet man neben Cafés, Restaurants und einem Einkaufszentrum auch viele Bars, Clubs, ein Kino und eine Bowlingalley und auch das Fitnessstudio ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Auch außerhalb der Stadt gibt es viel Sehenswertes zu erkunden, wie beispielsweise den See Vänern, der größte See Schwedens, oder den Hunnenberg, auf dem im Sommer Elchsafaris angeboten werden. Auch Göteborg ist mit dem Zug sehr gut innerhalb einer halben Stunde zu erreichen.blogbeitrag-bild-3

Für das Semester bin ich in einem der vielen Studentenwohnheime untergebracht. Hier hat man den ganzen Tag mit anderen internationalen Studenten zu tun und so war es sehr einfach, viele neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen. Das Leben hier ist sehr offen und interaktiv und man hat ständig mit Menschen aus verschiedensten Kulturen und Regionen der Welt zu tun. Diesen Austausch genieße ich sehr.

 

Besondere Ausflüge/ Freizeitaktivitäten

Durch die besondere Struktur des Semesters bleibt neben der Universität noch genug Zeit für die Freizeit. Dadurch hat man viele Möglichkeiten, das Land zu erkunden. Da in Schweden die öffentlichen Verkehrsmittel und Zuganbindungen sehr gut ausgebaut sind, kann man mit wenig Aufwand und in kurzer Zeit gut herumkommen. So war ich bisher bereits in Göteborg und Oslo unterwegs und habe auch das kleine Fischerdorf Smögen besucht, das viele Postkarten Schwedens ziert.

Aber nicht nur die Städte, sondern besonders das wunderschöne Landschaftsbild Schwedens ist sehenswert und fasziniert mich sehr. Man merkt, dass die Verbundenheit zur Natur hier einen hohen Stellenwert hat und wenn man die unzähligen Seen, Hügel, oder Fjorde sieht versteht man auch, wieso. Diese Nähe zur Natur genieße ich sehr.

Neben Ausflügen an der frischen Luft habe ich auch die Tradition zur täglichen „Fika“ kennen- und schätzen gelernt. Hierbei setzt man sich mit Freunden, Familie oder Bekannten nachmittags gemeinsam bei einer Tasse Kaffee und „Kanelbullar“ (Zimtschnecken) gemütlich zusammen und verbringt ein paar ruhige und vertraute Stunden. Diese Gemütlichkeit und Freude am Moment zieht sich durch die gesamte Kultur der Schweden. Egal wo man hingeht oder wen man trifft, niemand wirkt gestresst und alle begegnen einem sehr offen und freundlich.

 

Fazit

Die Zeit hier in Schweden ist eine große Herausforderung, in der ich bereits viele tolle Erfahrungen sammeln konnte. Ich bin Würth sehr dankbar dafür, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, fast ein halbes Jahr in diesem wunderbaren Land zu verbringen und dadurch viele wertvolle Erfahrungen sammeln zu können. In dieser langen Zeit habe ich die Chance, das Land wirklich kennenzulernen und mich persönlich weiterzuentwickeln. Ich kann jedem nur empfehlen, so eine Chance wahrzunehmen und ein Semester in Schweden zu verbringen.blogbeitrag-bild-5

Jetzt muss ich aber auch weiter, denn selbst 5 Monate verfliegen wie im Flug. Auf meinem weiteren Reiseplan steht unter anderem noch ein Trip in das finnische Lappland, sowie der Besuch von Stockholm und Helsinki. Ihr seht, es gibt noch viel zu entdecken und ich freue mich schon sehr auf alles, was ich hier noch erleben werde.

Liebe Grüße aus Schweden!

 

Autor: Sofie Müller, Duale Studentin: International Business

Ausbildungsberuf: BWL - International Business (B. A.)

Herkunft: Weikersheim

Motto: Wer den Tag mit einem Lächeln beginnt, hat ihn bereits gewonnen.

Ich habe mich für Würth entschieden, weil ...: gegenseitige Wertschätzung und Respekt, Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung, Mitgestaltung der eigenen Ausbildung, Soziale Projekte