Ausland 23.08.2016

Bem-Vindo À Portugal

Mit großen Erwartungen ging es für uns am 31. Juli 2016 von Frankfurt aus mit dem Flugzeug in das Land des amtierenden Europameisters. Nach einer dreistündigen Flugreise kamen wir am Aeroporto da Portela in Lissabon an. Mit einem Würth-Schild versehen empfing uns ein freundlicher, portugiesischer Taxifahrer, der uns in unsere Unterkunft nach Estoril brachte. Wir waren schon sehr gespannt, was uns in den nächsten Wochen erwarten würde und freuten uns sehr darauf, die Arbeit und die Kollegen in der Würth-Zentrale in Sintra kennenlernen zu dürfen. Am nächsten Morgen ging es dann in das nahegelegene Sintra. Dort wurden wir freundlich empfangen und erhielten eine Führung durch das Lager und die Büroräumlichkeiten. Wir waren über die Größe der Würth Auslandsgesellschaft sehr erstaunt und spürten bereits nach wenigen Minuten den Würth-Spirit vor Ort.

Warnwesten

Tätigkeit vor Ort

Unser Durchlaufplan versprach vielfältige und spannende Wochen bei Würth Portugal. So waren wir in den ersten Tagen in der IT und halfen den Kollegen bei der Bestandsaufnahme von alten Etikett Aufklebern, die in zusätzliche Sprachen übersetzt werden mussten. Die schlechte Zahlungsmoral der Kunden in Portugal stellt ein enormes Problem dar. Die Debitorentage liegen dort bei über 90 Tagen. Würth Portugal hat für dieses Problem eine eigene Abteilung mit über 20 Mitarbeitern, deren Aufgabe darin besteht, das Geld für die offenen Rechnungen einzufordern. Ein Großteil der Zahlungen erfolgt über Scheck oder Barzahlung. Meistens begleichen nur große Kunden ihre Rechnungen per Banküberweisung. Wir konnten die Kollegen vor Ort mit der Kontrolle der noch offenen Rechnungen tatkräftig unterstützen. Mit der Neueinführung des Speedytouch, bei uns bekannt als 1Plus, fallen momentan sehr viele Maßnahmen zur Systemumstellung an. Wir unterstützten das Marketing im Bereich Verlinkung der Produkte im System. Ein großer Bestandteil unseres Abteilungsdurchlaufs war die Unterstützung der Kollegen in der Logistik. Dort halfen wir bei der Kommissionierung, der Retoure, bei der Bearbeitung der Reparaturaufträge im MasterService sowie bei der Umverpackung und dem Verwiegen von Produkten in der Verwiegerei. Jeden Freitag hatten wir die Möglichkeit mit einem der rund 700 Außendienstmitarbeiter das Verkaufen in den Divisionen Holz, Auto, Haustechnik und Industrie kennenzulernen. Die schlechte Zahlungsmoral der portugiesischen Kunden erschwert die Arbeit auch im Außendienst. Wenn ein Kunde seine offenen Rechnungen nicht begleicht, darf der Außendienstmitarbeiter keine weiteren Bestellungen von ihm annehmen.

Mitreise

Freizeit

Natürlich hatten wir in den vier Wochen die Möglichkeit das Land und die Leute näher kennenzulernen. Selbstverständlich erkundeten wir auf Empfehlung unsere Kollegen die Altstadt Lissabons mit einem Tucktuck durch die engen, steilen Gassen hinauf zu wunderschönen Aussichtspunkten von wo aus man das komplette Zentrum Lissabons erblicken konnte. An heißen Sommertagen laden die traumhaften Strände am atlantischen Ozean zum Baden und Sonnen ein. Windsurfer kommen durch meterhohe Wellen voll auf ihre Kosten.

Würth Handtücher

Kulinarische Highlights

Auch kulinarisch hat Portugal einiges zu bieten. Für Fleisch- und Fischliebhaber findet sich auf jeder Speisekarte ein Gaumenschmaus. Wer es doch lieber süß mag, für den ist ein Besuch bei einer der Filialen von Santini ein Muss. Wir aßen dort fast jeden Abend das – unserer Meinung nach- weltbeste Eis. Wer in Lissabon unterwegs ist, sollte auch den Stadtteil Belém besuchen und dort das berühmte Traditionsgebäck „Pastel de Belém“ probieren. Aber Vorsicht, durch die Popularität bei Touristen ist mit einer Warteschlange von mindestens 50 Metern vor der Konditorei zu rechnen.

Viele Grüße und adeus

Joana und Jonathan

Autoren: Joana Häussler, Auszubildende: Kauffrau im Groß und Außenhandel mit der Zusatzqualifikation internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen