Ausbildung zur Fachlageristin – Mehr als du denkst!

Der Mangel an Auszubildenden macht sich in ganz Deutschland bemerkbar – auch bei Würth. Speziell im Bereich der Logistik finden wir nur noch wenige Schüler/innen, die sich für eine Ausbildung interessieren. Um euch zu zeigen, wie innovativ und abwechslungsreich eine Logistikausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik oder Fachlagerist/in bei Würth sein kann, wird unsere Auszubildende Judita Singh von ihrer Ausbildung als Fachlageristin berichten:

Hallo mein Name ist Judita Singh und ich bin 29 Jahre alt. Im September 2015 habe ich meine Ausbildung zur Fachlageristin begonnen.

Was hast du vor deiner Ausbildung als Fachlageristin gemacht?

Im Jahr 2005 habe ich mein Abitur in Litauen erfolgreich beendet und 2009 meinen Bachelor im Bereich Kommunikation und Information absolviert. Nach meinem Studium habe ich in Deutschland ein halbes Jahr bei einer Leihfirma gearbeitet. Danach fing ich einen längeren Job bei McDonalds an und habe gleichzeitig abends zwei Mal die Woche eine Sprachschule besucht, um besser Deutsch sprechen zu können. Als ich danach zu einer Firma ging, die allerdings kurze Zeit später geschlossen wurde, entschied ich mich dafür, dass ich eine richtige Ausbildung in Deutschland machen möchte.

Warum hast du dich für eine Ausbildung als Fachlageristin entschieden?

Ich wollte in Deutschland nochmal eine ordentliche Ausbildung machen und habe mich daher für den Beruf als Fachlageristin entschieden. Ich habe in einer Firma bereits ein Jahr lang in diesen Beruf geschnuppert und mir hat es riesig Spaß gemacht. In diesem Beruf habe ich mich sehr wohlgefühlt.

Was sind typische Tätigkeiten, die du in deinem Berufsalltag ausführst?

Die Tätigkeiten sind sehr vielfältig, weil man in vielen verschiedenen Abteilungen ist. Einige der Abteilungen kann ich kurz erklären.

Es gibt zum einen den Wareneingang. Dort kommt die Ware von den Spediteuren an. Meine Aufgabe ist es die Quantität und Qualität zu überprüfen und ggf. Differenzen oder Fehler zu melden. Wichtig ist, dass hier die Ware nach der Kontrolle eingelagert wird.

Eine weitere Abteilung ist das Kommissionieren: hier gibt es verschiedene Arten. Besonders gut hat es mir hier beim Leitstand des Hochregallagers gefallen. Dort hat sich mir gezeigt, dass die Ausbildung zur Fachlageristin nicht nur aus dem Lager besteht, sondern auch im Büro gearbeitet wird. Ich habe Retouren verbucht, Ware erfasst und umgelagert, sowie Differenzen gebucht. Aber auch auf dem Monitor zu schauen, wo Störungen oder Warenstau entsteht, gehörten zu meinen Aufgaben.

In den meisten Abteilungen ist man nicht länger als ca. vier Wochen, sodass man einen breiten Einblick in die gesamten Prozesse der Logistik und des Lagers erhält.

Wie ist es für dich als Frau im Lager zu arbeiten? Oft gibt es Vorurteile, dass dieser Beruf nur was für Männer ist und der Beruf mit harter körperlicher Arbeit verbunden ist? Stimmst du diesen Vorurteilen zu?

Ich verstehe, dass es diesbezüglich Vorurteile gibt, aber ich stimme ihnen auf keinen Fall zu. Körperlich ist man nicht erschöpft, da man viele Hilfsmittel, wie z. B. der Hebebühne oder Fördermittel, besitzt. Ich finde es eher angenehm, dass im Lager so viele Männer arbeiten und die Stimmung dort gut ist. Dadurch, dass man in vielen Abteilungen ist, lernt man auch sehr viele Leute kennen und wenn man durchs Lager läuft, trifft man immer ein bekanntes Gesicht. Viele Frauen, die dort arbeiten, würden der Aussage in der Frage auch nicht zustimmen, denn auch Frauen können im Lager arbeiten.

Was findest du besonders toll bei deiner täglichen Arbeit im Lager?

Wie schon gesagt, ist dieser Beruf wahnsinnig abwechslungsreich. Es gibt keinen Tag, der dem anderen gleicht und auch die Tätigkeiten sind sehr verschieden. Was mir auch besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass mir alle 3-4 Wochen neue Lernziele vom Ausbilder gesetzt werden, die ich dann in der Abteilung erlernen soll. So weiß ich immer, was ich als nächstes können muss. Ebenso hat man ein breites Wissen über die Prozesse und es besteht die Möglichkeit sich vielseitig weiterzubilden und insbesondere auch in der Logistik in die Fach- oder Führungslaufbahn zu steigen.

Schnell wird einem im Lager Verantwortung übertragen. Ich bin mittlerweile für einige Besuchergruppen, wie z. B. Schüler, zuständig, mit denen ich eine Führung durch das Lager mache. Diese Aufgabe macht mir besonders viel Spaß.

Würdest du dich nochmal für eine Ausbildung in diesem Bereich entscheiden?

Ich würde mich auf jeden Fall nochmal für diese Ausbildung entscheiden.

Was sind deine nächsten Ziele?

Mein nächstes Ziel ist meine Ausbildung gut zu bestehen und danach in eine Wunschabteilung übernommen zu werden. Dort möchte ich dann nach ein paar Jahren auf jeden Fall noch meinen Logistikmeister machen.

Im Bereich der Logistik gibt es viele verschiedene Bereiche und Abteilungen, die man während seiner Ausbildung durchläuft, um einen passenden Bereich für die Übernahme zu finden. Ziel für Würth ist die Auszubildenden nach der Ausbildung zu übernehmen. Für euch zur Info: Bei Würth liegt die Übernahmequote bei über 90%, sofern Leistung und Engagement unseren Erwartungen entsprechen.

Damit wir weiterhin viele Auszubildende in diesem Bereich finden, haben wir uns neue Möglichkeiten einfallen lassen, um euch Schüler schon früh für unser Unternehmen gewinnen können. Gemeinsam mit der STRIMgroup entwickeln wir neue interessante Projekte für euch (lest mehr unter „Ausbildungsmarketing mit Blick auf Logistikberufe bei Würth“). So arbeiten wir momentan z. B. an einem Girl’s Club, bei dem insbesondere für euch Schülerinnen ein Programm gestaltet wird, bei dem ihr mit eurer besten Freundin an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen könnt. Aber auch für euch Schüler haben wir sportliche Aktivitäten geplant. Seid also gespannt und freut euch auf weitere Beiträge über unsere neuen Projekte.