• Motto der diesjährigen Wettbewerbsrunde

JUGEND FORSCHT 2014

„Der Wettbewerb Jugend forscht begeistert seit fast einem halben Jahrhundert von Jahr zu Jahr mehr junge Menschen und motiviert sie dazu, ihrer Neugierde nachzugehen und ihren Wissensdurst zu stillen.“ – Prof. Dr. Alexander Lorz, Staatssekretär im hessischen Kultusministerium

 

"Verwirkliche deine Idee."

Motto der diesjährigen Wettbewerbsrunde

 

Was ist „Jugend forscht” überhaupt?

Zum ersten Wettbewerb wurde 1965 vom damaligen stern-Chefredakteur, Henri Nannen, in einer Ausgabe des stern aufgerufen, da er der Meinung war, die deutschen Nachwuchsforscher sollten gefördert und unterstützt werden. Seither, seit fast 50 Jahren, begeistert der Wettbewerb Jahr für Jahr mehr Nachwuchsforscher. Das erkennt man auch deutlich an den Teilnehmerzahlen 2014. Dieses Jahr haben sich insgesamt 12.298 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angemeldet – so viele Teilnehmer wie noch nie zuvor!

Jugend forscht ist ein einzigartiger, bundesweiter Wettbewerb, der von der Stiftung Jugend forscht e. V. ausgetragen wird. Jugend forscht ist seit 1975 vielmehr eine „Staatsaktion“ als nur eine „Sternaktion“. Jedes Jahr nehmen mehrere Tausend deutsche Jungforscher an dem Wettbewerb teil.

Der Wettbewerb selbst umfasst die Themengebiete Naturwissenschaften, Technik und Mathematik. Die Jungforscher treten gegeneinander an, indem sie ihre Projekte vor einer Jury präsentieren. 2013 wurden mehr als 6.000 Projekte in ganz Deutschland bewertet.

Die Stiftung „Jugend forscht e. V.” entwirft jedes Jahr für ihren Wettbewerb ein neues Motto. Das Bild zeigt das Motto für den diesjährigen Wettbewerb.

Wer kann teilnehmen und wo melde ich mich an?

Wer eine originelle Idee hat und gerne an dem Wettbewerb teilnehmen möchte, muss mindestens die 4. Klasse besuchen und darf nicht älter als 21 Jahre sein. Studenten können nur im ersten Jahr des Studiums mitmachen. Man kann sich entweder einzeln, als Zweier- oder als Dreiergruppe anmelden. Außerdem muss sich das Projekt einem der folgenden Fachgebiete zuordnen lassen:

• Arbeitswelt
• Biologie
• Chemie
• Geo- und Raumwissenschaften
• Mathematik/Informatik
• Physik
• Technik

Die Teilnehmer werden in zwei Alterssparten eingeteilt. Schüler bis 14 Jahre gehören der Sparte „Schüler experimentieren an“. Jugendliche im Alter von 15 bis 21 Jahren treten in der Sparte Jugend forscht gegeneinander an.

Wie läuft es ab?

Hat man sich online angemeldet und das Projekt wurde zugelassen, so nimmt man zuerst beim Regionalwettbewerb teil. Dieses Jahr gibt es in ganz Deutschland 83 regionale Wettbewerbe. Hier bei uns in der Region wird der Wettbewerb bei der Firma ebm-papst in Mulfingen ausgetragen. Als Regionalsieger qualifiziert man sich für die nächste Runde, den Landeswettbewerb, dieser findet Mitte März statt. Der Landeswettbewerb in Baden-Württemberg erfolgt in Stuttgart mit der Firma Bosch als Gastgeber. Überzeugt man die Jury auch auf Landesebene, kommt man sozusagen ins Finale, dem 49. Bundeswettbewerb.

Was erhalten die Sieger und welche Chancen hat man?

Wie bei jedem Wettbewerb gibt es auch bei Jugend forscht viele Preise zu gewinnen. Zum einen gibt es die standardmäßigen Geldpreise. Zum anderen gibt es aber auch einige attraktive Sonderpreise. Beispielsweise erhält man einen Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit und von der Bundesministerin wird ein Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit vergeben. Selbst von der Bundeskanzlerin wird ein Preis verliehen. Diesen erhält man für die originellste Arbeit, wie zum Beispiel Korbinian Urban aus Bad Tölz. Ihm gelang es, Hochgeschwindigkeitsaufnahmen mit einem nach unten fallenden Objekt, das eine Lichtschranke auslöst, zu machen. Jugend forscht war 2012 beispielsweise auch bei der Nobelpreisverleihung vertreten. Simon Chen wurde ermöglicht, nach Stockholm zur Verleihung des berühmten Nobelpreises zu reisen, weil er im Finale 2012 Bundessieger wurde.

Dass man nicht einfach nur mitmacht und danach von der Bildfläche verschwindet, beweist Marc Brunke. Er erhielt 1992 den 5. Preis im Bereich Technik. Er erfand ein besseres System für Bühnentechnik und meldete es sogar zum Patent an. Schließlich war er für die Eröffnungsmusik bei den 28. Olympischen Spielen in Griechenland verantwortlich und entzündete das olympische Feuer.

Diese Beispiele zeigen, dass Jugend forscht nicht irgendein normaler Wettbewerb ist, denn wer kann schon behaupten, dass er bei einer Nobelpreisverleihung dabei war oder für die Musik einer Olympiade zuständig war?

Inwieweit arbeiten Würth und Jugend forscht zusammen?

Jugend forscht hat rund 150 Patenunternehmen, die für das jeweilige Jahr Gastgeber sind und sich um die Organisation und Finanzierung des Wettbewerbs kümmern. Bei der Firma Würth hat die Förderung der Jugend seit jeher einen hohen Stellenwert. So war die AW KG bereits in den Jahren 2008 und 2009 Gastgeber des Landeswettbewerbs Schüler experimentieren in Baden-Württemberg. 2014 hat die Adolf Würth GmbH & Co. KG die große Ehre, Gastgeber für den Bundeswettbewerb zu sein. Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung, ist Bundespatenbeauftragter. Der Bundeswettbewerb wird vom 29. Mai bis zum 1. Juni in der Freien Schule Anne-Sophie stattfinden. 220 Jungforscher, 35 Juroren und viele Hundert Gäste werden an diesen Tagen auf dem Campus der Schule sein. Dafür muss natürlich einiges geplant und organisiert werden. So wünschen wir den Organisatoren schon jetzt viel Spaß und den Teilnehmern viel Erfolg!

Ausbildungsberuf: Kaufmann im Groß- und Außenhandel mit Zusatzqualifikation FH

Alter: 16

Hobbys: Fußball

Herkunft: Hohebach

Lieblingsessen im Betriebsrestaurant: Hamburgerbuffet

Musikgeschmack/Lieblingsbands: Gemischtes, Aktuelles

Motto: Sei du selbst und lebe jeden Tag.