Mein Auslandspraktikum in Österreich

Griaßt euch allerseits! Ich bin Levin, 23 Jahre jung und mache die Ausbildung zum Industriekaufmann mit der Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen. Zurzeit bin ich bei Würth Österreich in Böheimkirchen und absolviere hier mein Auslandspraktikum.

Alltagsgeschehen

Ich bin vielfältig eingesetzt und habe ein bunt gemischtes Programm. Von Mitreisen im Außendienst, über die Arbeit in der Niederlassung bis hin zu verschiedenen Tätigkeiten im Innendienst in den unterschiedlichsten Bereichen. Ich bin jeden Tag wo anders und treffe auf neue Menschen und Aufgaben.

Es ist im Prinzip eine kleine Ausbildung während der normalen Ausbildung. Nur, dass Österreich der etwas kleinere Gegenpol zu uns in Deutschland darstellt. Mit etwas mehr als 470 Mitarbeitern im Außendienst und den etwa 330 Mitarbeitern im Innendienst kommt die Gesellschaft auf circa 800 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 185,5 Mio. Euro.

Mit der Sprache war es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Man gewöhnt sich jedoch, mit etwas Übung, schnell an den österreichischen Slang. Auch, wenn man manchmal nicht alles versteht (man stelle sich eine Konversation mit einem Urbayer vor). Das sind aber meist Gespräche, wie ich mir von einigen Kollegen bestätigen lies, deren Hintergrund der Gegenüber selbst nicht ganz verstanden hat, denn auch Dialekte hier sind für manche Österreicher gewöhnungsbedürftig. Man muss schon wissen, dass ein Kind zum Abschied mit „baba“ nicht dich als Vater meint, sondern sich nur verabschieden will. Ein Kunde bestellt beim Verkäufer auch kein Päckchen oder eine Tüte, in Österreich will er „a Packerl“ oder „a Sackerl“ haben.

Freizeit

Wenn ich einmal nicht an der Umsatzsteigerung von Würth Österreich beteiligt bin, erkunde ich die Gegend. Österreich hat kulturell richtig was auf dem Kasten. Die Wachau, eine mittelalterliche Kulturlandschaft am Ufer der Donau, hat mich sehr beeindruckt und ich bin hin und weg von der Schönheit dieser Genießerregion. Sie ist ein Weltkulturerbe und lockt zahlreiche Besucher an. Viele Burgen, Schlösser und Stiftskirchen kann man hier in der Nähe besichtigen. Atemberaubend schön ist auch das Stift von Melk, das ebenfalls ein UNESCO-Welterbe darstellt. Ein muss also für jeden, der Österreich besucht.

Zu einem Aufenthalt in Österreich zählt natürlich auch ein Besuch in Wien. Die Hauptattraktion der Metropole an der Donau ist das Schloss Schönbrunn. Der Sommersitz der Kaiserin Sissi. Erbaut zwischen 1638 und 1643 ist es für jeden Besucher ein spektakuläres Erlebnis. Doch nicht nur Schönbrunn ist sehenswert, auch der Stephansdom im Herzen der Stadt mit der Einkaufsmeile oder der Zentralfriedhof sind ein Besuch wert. Zu guter Letzt darf natürlich ein Besuch im Café Sacher mit Sachertorte nicht fehlen.

Auf der kulinarischen Seite würde ich jedem empfehlen ein echtes Wiener Schnitzel vom Kalb zu essen und sich einen so genannten Käsekrainer (Käsewurst) beim Anblick des Stephansdoms zu gönnen.

Fazit

Jeder, der Österreich so besuchen kann wie ich, kann von Glück reden. Dass ich bei der Arbeit so viele Eindrücke bekommen habe und viele neue Dinge und Menschen kennenlernen durfte, ist ein Geschenk. Ich habe viele Tipps von meinen Kollegen hier bekommen und habe so ein ganz individuelles Bild von der Gegend hier erhalten. Orte, die vielleicht nicht jeder Tourist sieht.

Auch außerhalb der Arbeitszeit gibt es hier keinen Tag, an dem ich nicht etwas Spannendes erlebt habe. Joggen durch die Wachau, ein Besuch in der Hauptstadt Wien und das Erleben vieler wunderschöner Orte wie z.B. das Stift von Melk. Das alles macht den Besuch Österreich für mich unvergesslich und ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen hier.

Ich sage zum Abschluss Pfiat euch und baba.

Autor: Levin Stapf, Industriekaufmann

Ausbildungsberuf: Kauffrau für Marketingkommunikation mit Zusatzqualifikation Kommunikationsmanagement

Herkunft: Gaildorf/ Schwäbisch Hall

Motto: Geht nicht – gibt’s nicht!

Ich habe mich für Würth entschieden, weil ...: …Würth sich im Ländle nicht nur einen Namen gemacht hat, sondern auch weil mich der Ausbildungsberuf gereizt hat.
Außerdem hat mich der Aufstieg der Firma begeistert. Da wusste ich, dass einem keine Möglichkeiten vorenthalten werden.