Die Ausbildung zum technischen Systemplaner – was steckt dahinter?

Hallo! Wir sind Natalie, Jan und Haris und machen die Ausbildung zum/zur technischen Systemplaner/in. Hauptsächlich sind wir in der Division Baustellen-Projektmanagement, auch BPM genannt, speziell in der Abteilung „Baustellen-Support-Center Technik“, tätig. Ansässig ist diese Division im Güldner-Gebäude in Künzelsau.

Arbeitsalltag

Eine unserer zahlreichen Tätigkeiten ist es, die Ingenieure und Techniker der Abteilung bei der Projektbearbeitung zu unterstützen. Auf Vorgabe fertigen wir technische Zeichnungen und Detaildarstellungen für die Montage von Befestigungskonstruktionen im Bereich technische Gebäudeausrüstung an. Diese Zeichnungen erstellen wir mit Hilfe von CAD-Systemen (rechnerunterstützte Konstruktionssysteme), wie zum Beispiel AUTO CAD und Inventor. Auf Basis von technischen Grundplänen unserer Kunden fertigen wir in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren und Technikern speziell angepasste Befestigungslösungen an. Hierbei ist es wichtig, auf bauphysikalische Anforderungen, Materialeigenschaften und Kundenwünsche zu achten. Dazu nutzen wir eine speziell an unsere Produkte und Anforderungen angepasste Software, um die Sicherheit der geplanten Konstruktionen zu gewährleisten. Zum Ende der technischen Ausarbeitung erstellen wir projektbezogene Stücklisten für unsere Befestigungslösungen, welche im Anschluss als Grundlage für die kaufmännische Prozessabwicklung dienen. Neben diesen Tätigkeiten stehen wir unseren Kunden und Außendienstmitarbeitern für technische Rückfragen telefonisch zu Verfügung.

Praktische Erfahrungen

Ein Bestandteil der Ausbildung ist es, praktische Kenntnisse in der Metallbearbeitung und Montage zu sammeln. Dazu nahmen wir an einem vierwöchigen Grundlehrgang zur Metallbearbeitung teil. Hier erlernten wir den Umgang mit verschiedenen Maschinen und Werkzeugen der Metalltechnik. Durch die selbstständige Erarbeitung unterschiedlicher Projekte, wie beispielsweise das Erstellen einer Modelllokomotive, sammelten wir Erfahrungen im Umgang mit Materialien und deren Eigenschaften.

Um uns Auszubildende mit den Würth-Produkten und Befestigungssystemen vertraut zu machen, ist ein Durchlauf in den divisionsangehörigen Lager- und Montagehallen in Weinsberg vorgesehen. Dort begleiteten wir den Fertigungsprozess einer Typical-Vormontage. Hier konnten wir unsere zuvor geplanten Konstruktionen eigenhändig mit den Monteuren zusammenbauen. Zudem hatten wir die Möglichkeit, die Konstruktionen auf einer Baustelle zu montieren. Dort konnten wir sehen, wie aus der Planung eine fertig aufgebaute Befestigungslösung entsteht.

 

Die Berufsschule

Unsere Berufsschule ist die Wilhelm-Maybach-Schule in Heilbronn. Der Unterricht findet im Block in einem vierwöchigen Rhythmus statt. Ein Block entspricht einer Unterrichtswoche und umfasst neben den allgemeinbildenden Fächern einen Großteil an berufstheoretischem Unterricht mit technischen Inhalten. Hierbei geht es primär um das Erstellen von technischen Handzeichnungen oder Werkstoffkunde, wobei beispielsweise die chemische Zusammensetzung eines Werkstoffes entschlüsselt wird. Auch Themen wie mathematische Berechnungen für verschiedene Prozesse der Metallbearbeitung sind feste Bestandteile des Unterrichts. Durch die zentrale Lage der Berufsschule gibt es die Möglichkeit, in der Mittagspause verschiedene Essensangebote zu nutzen. Wenn es einmal schnell gehen muss, gibt es in der Schule eine hauseigene Mensa. Lediglich die Parksituation ist nicht optimal, was morgens ein frühzeitiges Ankommen erfordert, um pünktlich im Klassenzimmer zu sein.

Autoren: Jan Gessler, Natalie Reifschneider, Haris Selimovic, technische/-r Systemplaner/-in